E-Ladesäulen der Modellregion Elektromobilität Ländlicher Raum ausgebaut - optimale Lage für E-Tankstelle

03.04.2014

Trossingen. Was war zuerst, das Huhn oder das Ei? Die Ladesäule oder das E-Auto? Seit heute muss man sich in der Musikstadt auf der Baar diese Frage nicht mehr stellen. Hier wurde jetzt feierlich eine weitere E -Ladesäule in der »Modellregion Elektromobilität Ländlicher Raum« eingeweiht.

Dr. Clemens Maier, Bürgermeister der Stadt Trossingen freut sich, dass die Stadtwerke Trossingen die Entwicklung der Infrastruktur im Ländlichen Raum nun aktiv mitgestalten. Maier: »Die E-Ladesäule wertet das neue Efka-Carré auf und wird auch in Zukunft Besucher von außerhalb anlocken, die ansonsten nie-mals den Weg nach Trossingen finden würden.« Ronnie Ehnis, Prokurist der Stadtwerke Trossingen, betont: »Die Trossinger Ladesäule ist neben Donaueschingen die erste 22 KW-Säule in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg und ermöglicht Ladezeiten von etwa einer Stunde. Damit schaffen wir die Voraussetzungen für den Einsatz von E-Fahrzeugen im Alltag.«

Weil die Stadtwerke Trossingen mit ihrer Ladesäule keine Insellösung schaffen wollten, hat man sich hier für eine Zusammenarbeit mit der »Modellregion Elektromobilität Ländlicher Raum« entschieden. In der Modellregion soll zwischen Weil am Rhein und Trossingen innerhalb der nächsten zwei Jahre ein flächen-deckendes Netz von Ladesäulen enstehen. Christian Klaiber, Leiter der Initiative Zukunftsmobilität und Initiator des Modellregionsprojekts freut sich, dass Trossingen auf den Zug aufgesprungen ist. Klaiber: „Die Ladesäule in Trossingen ist der erste Schritt auf dem Weg zu einer der modernsten und dich-testen Ladeinfrastrukturen, die im Ländlichen Raum in Deutschland entstehen“. Klaiber, der auch die Stadtwerke Trossingen in Sachen E-Mobilität berät, betreibt seit 2010 im historischen Hohnerareal sein Beratungsbüro “Initiative Zukunftsmobilität“. Der 45jährige gilt landesweit als Experte in Sachen Elektro-mobilität für den ländlichen Raum, berät Unternehmen und Kommunen stößt mit seinen Konzepten auch bei der Landesregierung, im Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, auf offene Ohren. „Natürlich ist der Einstieg in die Elektromobilität nicht mit einer Ladesäule getan“, betont Klaiber. 

Dennoch markiere der Aufbau einer Ladesäule vor allem im ländlichen Raum den Einstieg in das Thema Elektromobilität. Dr. Wolfgang Fischer von der Landesagentur e-mobil BW vertritt die Ziele der Landespolitik in Sachen Elektromobilität. Bei e-mobil BW hat man die große Bedeutung des ländlichen Raums für die Elektromobi-lität längst erkannt. Fischer: „Nachdem in der Vergangenheit Elektromobilität vor allem in  städtischen Gebieten vorangetrieben wurde, richtet das Land Baden-Württemberg seinen Fokus inzwischen verstärkt auf nachhaltige Mobilität im Ländlichen Raum. Wir freuen uns daher besonders über die gute Zusammen-arbeit zwischen dem Land und der Initiative Zukunftsmobilität und erwarten weitere richtungsweisende Projekte aus Trossingen.“ Derzeit sei man dabei, gemeinsam im Südschwarzwald eine Systematik für E-Ladeinfrastrukturen im Ländlichen Raum zu entwickeln. Die Ladesäule der Stadtwerke Trossingen biete auch technisch alle Voraussetzungen, Teil dieser intelligenten Infrastruktur zu sein, so Fischer.

An der Ladesäule in Trossingen können alle am Markt gängigen E-Fahrzeuge geladen werden. Die Säule des Herstellers SWARCO Traffic Systems entspricht dem aktuellen technologischen Standard, mit ihr lassen sich an zwei Anschlüssen E-Autos mit 22 Kilowattstunden, zwei weitere über einen Schuko-Stecker laden. Das Besondere an der Ladesäule in Trossingen aber ist der Strom, der ist zu 100% ökologisch! Denn versorgt werden die Elektroautos mit 100 % NaturEnergie-Ökostrom aus Wasserkraft. Das war die Idee der Stadtwerke Trossingen. „Wir wollten die Elektromobilität in Trossingen von Anfang an mit dem „richtigen“ Strom ausstatten“, so Claudius Hilzinger, Leiter Vertrieb & Marketing der Stadtwerke Trossingen. Bei den Stadtwerken fand man es „logisch, den Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit zu geben, CO2-neutral von A nach B zu kommen“, so Hilzinger. Bereits seit  2011 versorgen die Stadtwerke ihre Stromkunden mit Erneuerbarer Energie. „Unser NaturEnergie-Strom aus Wasserkraft stammt aus der Region Hochrhein und ist 100% CO2- frei“, erklärt Claudius Hilzinger. „Damit haben wir bisher rund 59 Tausend Tonnen CO2 eingespart. Jetzt übertragen wir diese CO2-Einsparung auch auf die Mobilität.“

Doch nicht nur der Strom ist vorbildlich, auch der Standort ist gut gewählt. Im modern gestalteten Efka-Carré lassen sich bequem alle Einkäufe und Besorgungen erledigen während das E-Auto lädt. Von der Ladesäule sind es nur wenige Minuten zu Fuß zu den Geschäften, Banken, Restaurants und Cafés in Trossingen. Direkt neben der Ladesäule kann man sogar bei einem der Elektromobilitätspioniere der Stadt, im Café der e-mobilen Bäckerei Link, einkehren und  elektromobile Erfahrungen austauschen. Zur Einweihung der neuen Ladesäule hat der auf Nachhaltigkeit bedachte Bäcker eigens ein „E-Mobilitätsgebäck“ in Form einer Steckdose kreiert. Als Standort für eine Ladesäule ist die Stadt Trossingen deshalb ideal, weil die Stadt nur wenige Minuten von der Autobahn entfernt liegt und den idealen Lade-stopp für E-Mobilisten bietet, die auf der Durchreise von Zürich, Stuttgart oder Freiburg sind oder etwa das Ausflugsziel Bodensee ansteuern.

Zur Bildergalerie der Einweihungsfeier!

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